Der Weg zu einem zufriedeneren Leben / Teil 1

In Anlehnung an meinen letzten Beitrag Unser Streben nach Perfektionismus möchte ich eine kleine Serie starten. Ich werde immer mal wieder einen weiteren Teil hinzu kommen lassen und zwischendurch weiterhin anderes thematisieren.

Es sagt sich so leicht “Seh das doch etwas gelassener, ist doch ein gutes Ergebnis.”, wenn man jemanden aufheitern möchte, weil die Person bei einem Wettbewerb nicht gewonnen hat. Doch versetzt man sich in die andere Person hinein, kann man es meist doch nachempfinden, da man dieses Gefühl des Scheiterns trotz hoher Anstrengung doch auch von sich selbst kennt.

Wenn man so wie oben beschrieben reagiert hat man den ersten Schritt schon getan. Anderen nicht zu sagen “Schade, dass du nicht gewonnen hast.” nimmt sowohl dieser Person als auch sich selbst den Druck, immer besser als andere sein zu müssen.

Mir fällt hier ein ganz alltagsnahes Beispiel ein:

Wenn ich zwei Stunden aufgeräumt habe, sieht es meist schlimmer aus als zuvor. Ich verteile erstmal sehr großflächig und sortiere dabei. Trotzdem weiß ich auch nach den zwei Stunden, dass ich ziemlich was geleistet habe. Ich habe die große Hürde der Überwindung genommen und angefangen aufzuräumen. Zwei Stunden durchhalten sollte auch nicht unterschätzt werden und eigentlich ist mir ja auch bewusst, es ist zumindest schon mal sortierter als zuvor. Und hat man das dann erstmal geschafft, dann schafft man den Rest auch noch.

Ich finde, dies ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht immer anhand des aktuellen Ergebnisses eine Leistung beurteilen kann.

Ein anderes Beispiel aus dem Bereich des Sports:

Natürlich könnte man nach einem Jahr Training bei einem Marathon über 5 Kilometer gewinnen. Aber sollte man es selbst nicht als fairer einstufen, wenn jemand gewinnt, wer diesen Marathon zum fünften Mal mitläuft? Jeder fängt mal an und es gibt immer welche, die schon länger trainieren. Wenn man so denkt, dann sollte man es ja zumindest selbst auch nach einer gewissen Zeit auch schaffen zu gewinnen, denken nun wahrscheinlich einige. Doch ich sehe das nicht als wichtig. Wie toll ist denn beispielsweise die Gruppendynamik während eines solchen Laufes? Macht man den Sport um zu gewinnen oder um fit zu sein und sich und seinem Körper etwas gutes zu tun?

Andere motivieren, auch etwas für sich zu tun, entdecken, was einem Freude und Zufriedenheit bringt, das ist eines meiner Ziele, denn ich selbst bin auf dem Weg dahin und spüre und realisiere immer wieder, wie toll dieser Weg ist. Ich kenne das Ziel nicht, es ist ungewiss. Ich möchte nicht diejenige sein, die genau weiß was sie möchte. Ich möchte mich immer wieder vor neue Herausforderungen stellen und den Weg genießen.

Kleiner Tipp von mir an dich:

Jeder sieht gerne Erfolge, aber hinterfrage öfter mal die Anstrengung hinter den Erfolgen und beurteile dann. Fang gern bei anderen an, dann wird es dir bei dir selbst leichter fallen.

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2 Antworten

  1. Caroline sagt:

    Perfektionismus war gestern. Heute mache ich nur das, was mir gefällt und ich es für richtig und wichtig für mich finde. Somit bin ich zufrieden. Hat aber lange gedauert.
    Viele Grüße Caro

  2. Doris sagt:

    Zufriedenheit und Dankbarkeit erleichtern das Leben ungemein! Beim Thema Marathon hat bei mir jeder schon Respekt, der mitläuft – da wäre ich sogar bei mir selbst, wo es mir immer schwer fällt, meine Leistung auch zu würdigen – sehr gnädig …
    Man muss sich bei dem Thema wohl immer wieder selbst an der Nase nehmen und auch seine eigenen Erfolge besser schätzen…
    Guter Anstoß!
    Liebe Grüße,

    Doris von https://diegutelaune.com/

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